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Manifest V3: Chrome schränkt klassische Adblocker ein – Ende für uBlock Origin?

16.06.2026 16.06.2026 15 Aufrufe
Manifest V3: Chrome schränkt klassische Adblocker ein – Ende für uBlock Origin?

Google setzt mit Manifest V3 einen neuen Standard für Chrome-Erweiterungen, der die Arbeitsweise klassischer Werbeblocker massiv einschränkt. Die geplanten Änderungen ersetzen bisherige Schnittstellen, mit denen Erweiterungen Netzwerkrequests direkt filtern und blockieren konnten, durch ein alternatives API-Modell. Laut aktueller Roadmap soll mit Chrome-Version 150 zudem die letzte bislang genutzte Hintertür geschlossen werden.

Hintergrund der Umstellung ist Googles Argumentation, Sicherheit und Performance von Erweiterungen zu erhöhen. Das neue API-Design legt Beschränkungen für das dynamische Eingreifen in Netzwerkanfragen fest und verschiebt komplexe Filterlogiken weg vom laufenden Betrieb des Browsers. Kritiker warnen allerdings, dass genau diese Möglichkeiten für die Wirksamkeit klassischer Adblocker essenziell sind.

Für Anwender bedeutet das konkret: Erweiterungen wie uBlock Origin verlieren unter Chrome in ihrer bisherigen Form zentrale Funktionen oder müssen deutlich eingeschränkt werden. Das kann sich in Formaten zeigen wie geringerer Filterumfang, eingeschränkte Blockierleistung gegen Tracker oder weniger flexible Regelverwaltung durch Nutzer. Für Nutzer, die sich stark auf umfangreiche, individuell anpassbare Filterlisten verlassen, könnte das zu einer spürbar schlechteren Erfahrung führen.

Als Folge der Umstellung prüfen Entwickler und Anwender verschiedene Optionen. Einige Erweiterungsautoren suchen nach technisch möglichen Workarounds innerhalb der neuen Vorgaben, andere empfehlen den Wechsel zu Browsern mit einem anderen Erweiterungsmodell. Auch Anbieter, die eigene Tracker- und Werbeblock-Mechaniken ins Produkt integrieren, könnten an Bedeutung gewinnen. Welche Wege praktikabel sind, hängt jedoch stark vom jeweiligen Nutzerprofil und den genutzten Erweiterungen ab.

Die Debatte um Manifest V3 berührt nicht nur Software-Entwicklung, sondern auch Fragen der Nutzerwahl und der Finanzierung von Webinhalten. Während Google auf Sicherheits- und Performancegewinne verweist, sehen Datenschutzbefürworter und viele Entwickler Risiken für Privatsphäre und Nutzerkontrolle. Anwender sollten daher die Pläne ihres Browsers verfolgen und prüfen, welche Folgen die Umstellung für ihre Erweiterungen hat.

Quelle: gamestar.de

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